Fehlerbehebungen bei Google-Werbeprodukten (“Google Advertising Products”) und dem TCF

Häufige Probleme bei der Integration von Google-Werbeprodukten mit dem TCF v.2.

Google ist Teil des TCF v.2. Google Ad Manager (GAM), AdSense & AdMob bekommen automatisch den Einwilligungsstatus des Nutzers (TC-String) von Didomi über die IAB TCF API.

Dieser Artikel listet die häufigsten Probleme, die bei der Integration von Google-Werbeprodukten mit Didomis TCF v.2-konformer CMP auftreten können. Google selbst bietet auch einen speziellen Artikel zu diesem Thema an.

Stellen Sie sicher, dass Google-Werbeprodukte den TC-String in der CMP richtig lesen.

Folgen Sie diese Schritte, um sicherzustellen, dass Google-Werbeprodukte den TC-String in der CMP richtig lesen:

  • Öffnen Sie Ihre Webseite oder mobile App.
  • Stellen Sie sicher, dass "Google Advertising Products“ in der Anbieterliste vorhanden ist und ein „IAB TCF“-Label trägt. Wenn nicht, wählen Sie Google aus der Anbieterliste in der Didomi-Konsole.
  • Öffnen Sie die Entwickler-Tools in Ihrem Browser oder Mobilgerät und navigieren Sie zum Netzwerk-Tab.
  • Geben Sie allen Verwendungszwecken und Anbietern Ihre Einwilligung.
  • Suchen Sie nach an GAM oder AdSense gesendete Anzeigenanfragen, die mit https://securepubads.g.doubleclick.net/gampad/ads beginnen.
  • Stellen Sie sicher, dass diese Anfrage die Query-String-Parameter gdpr_consent und gdpr enthält.
  • Prüfen Sie, ob der Wert des Query-String-Parameters gdpr_consent ein gültiger TC-Einwilligungs-String ist, indem Sie ihn bei https://iabtcf.com/ dekodieren und sicherstellen, dass Google in der Anbieterliste, die Einwilligungen bekommen haben, vorhanden ist.
  • Stellen Sie sicher, dass Anzeigen nach der Einwilligungseinholung korrekt auf der Seite/App gezeigt werden.

Wenn "Google Advertising Products“ Didomis TC-String richtig lesen, fahren Sie im nächsten Abschnitt fort.

Geringe Eindrücke / keine Anzeigenladung, da die Anzeigenanforderung zu lange dauert (Fehler 413)

Manchmal gibt Google eine 413-Fehlermeldung und zeigt keine Anzeigen an:

Eine 413-Fehlermeldung bedeutet, dass die Anzeigenanforderung (/ads) zu lange dauert. Das kann drei Gründe haben:

Der Einwilligungs-String ist zu lang

Ein Einwilligungs-String hat standardmäßig normalerweise eine Länge von ca. 500 Zeichen.  Durch Publisher-Einschränkungen kann die Länge des Einwilligungs-Strings auf mehr als 3.500 Zeichen anwachsen.

Wir empfehlen Ihnen daher, die Anzahl der von Ihnen verwendeten Publisher-Einschränkungen zu begrenzen, damit der Einwilligungs-String nicht länger als 1.500 Zeichen wird.

Der Einwilligungs-String ist als Makro enthalten

Wenn der Einwilligungs-String als Makro zu GAM weitergeleitet wird, erscheint der Einwilligungs-String zweimal in der Anzeigenanforderung.

Wir empfehlen, keine Makros für GAM im TCF v.2 zu aktivieren, indem Sie entweder die GAM-Integration oder die "Pass IAB consent string and GDPR status as targeting variables to creatives"-Option in der Konsole deaktivieren:

Der Einwilligungs-String addtl_ ist zu lang

Der Einwilligungs-String addtl_ codiert den Einwilligungsstatus von Googles Anzeigentechnologie-Anbietern (ATP), die dem TCF nicht angehören.

Der Einwilligungs-String addtl_  besteht standardmäßig aus ungefähr 3.500 Zeichen, da er alle von Google aufgeführten Anbieter  enthält, die in ihren technischen Unterlagen aufgeführt sind.

Sie können diese Liste aber auf die in Ihrem GAM-Konto konfigurierten ATP-Anbieter begrenzen, indem Sie die Anbieterliste aus Ihrem Konto an unser Support-Team schicken.

Fehlermeldungen von GAM

Wenn GAM keinen TC-String durch die CMP einholen kann, zeigt es eine Fehlermeldung in Ihrer GAM-Konsole.

Die erkannten Fehler werden in einem detaillierten Bericht aufgeführt, die Sie mit den technischen Unterlagen von GAM vergleichen können. Lesen Sie dazu den Artikel über Fehlerbegebungen bei der TCF v.2.0-Implementierung.

Wir führen im Folgenden einige häufige Fehler-Codes auf, die bei der Integration mit GAM vorgekommen sind.

Google wird aufgrund der Rechtsgrundlage der Einwilligung oder des berechtigten Interesses nicht als Anbieter zugelassen - 1.x 1.1/1.2/1.3 

Einige 1.x-Fehlermeldungen sind zu erwarten. Sie weisen darauf hin, dass Nutzer Einwilligungen oder Verwendungszwecke für Google verweigert haben, oder dass Publisher-Einschränkungen den Einsatz von Google verhindern.

Die 1.x-Fehlermeldungen sollten ungefähr mit der negativen Einwilligungsrate auf einer bestimmten Webseite oder mobilen App übereinstimmen.

Hier ist eine Checkliste, mit der Sie prüfen können, warum Sie viele 1.x-Fehlermeldungen bekommen:

✅ Prüfen Sie, dass Ihre 1.x-Fehlermeldungen als Prozentsatz Ihrer Anzeigenanforderungen ungefähr mit der negativen Einwilligungsrate übereinstimmen (+/- 5 Prozentpunkte).
Beispiel: falls Didomi eine Einwilligungsrate von 90% pro Seitenaufruf meldet, ist die normale 1.x-Fehlerrate [5%,15%].

✅ Prüfen Sie, ob das IAB TCF v.2 auf Ihrer Webseite oder mobilen App vor September 2020 gestartet wurde. Falls dies der Fall ist, holen Sie Einwilligungen wieder ein.

✅ Prüfen Sie, ob Publisher-Beschränkungen bestehen. Falls ja, stellen Sie sicher, dass diese entweder keine Auswirkungen auf Google haben, oder dass etwaige Auswirkungen mit Googles Anforderungen kompatibel sind (https://support.google.com/admanager/answer/9805023?hl=de).

Wie Fehler erkannt werden:

  • 1.1 Fehlermeldungen: Google wird aufgrund der Rechtsgrundlage der Einwilligung oder des berechtigten Interesses nicht als Anbieter zugelassen.
  • 1.2 Fehlermeldungen: Es gibt keine Einwilligungen für Verwendungszweck 1 für EWR-Länder und das Vereinigte Königreich.

Bei der Prüfung, ob der TC-String eine Fehlermeldung auslöst, checkt Google immer zuerst, ob Einwilligungen für Verwendungszweck 1 vorhanden sind und erst danach, ob Google als Anbieter zugelassen wurde.

Das Tag oder SDK erhält keinen TC-String, da der CMP-Status „stub“, „loading“ oder „error“ ist. („Stub“/ „Wird geladen“ / „Fehler“) - 2.1.a

Dieser Fehler-Code zeigt, dass GAM den TC-String nicht von der CMP abrufen konnte.

Dieser Fehler kann drei Gründe haben:

  • GAM (gpt.js) wurde geladen, bevor die Einwilligung erteilt wurde. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr GAM-Tag so konfiguriert haben, dass es erst nach der Nutzereinwilligung geladen wird. Lesen Sie dazu unseren Artikel zu diesem Thema.
  • GAM ruft den TC-String nicht korrekt von der CMP ab. Prüfen Sie, ob GAM den TC-String korrekt von der CMP abruft, indem Sie dies in Ihrem Browser oder auf ihrem Mobilgerät testen (sehen Sie dazu die obigen Anleitungen).
  • GAM überschreitet das Zeitlimit, bevor der TC-String von der CMP abgerufen werden kann. Google erzwingt Zeitüberschreitungen („Timeouts“), wenn der TC-Einwilligungs-String von Didomi abgerufen wird und schickt manchmal auch Anzeigenanforderungen ohne TC-Einwilligungs-String. Das ist besonders beim Videoinventar der Fall. Bei Nicht-Videoinventaren sind Fehler bis zu 5% akzeptabel. Bei Videoinventaren können viel mehr Fehler auftreten.

3.2 - Das Erstellungsdatum des TC-Einwilligungs-Strings ist mehr als 13 Monate her

Falls Sie das TCF v.2 vor 31. August 2020 einsetzten, empfehlen wir Ihnen, die Einwilligungen wieder einzuholen.

Der TC-Einwilligungs-String wurde mit einer Version der globalen Anbieterliste („GVL“) generiert, in der Google noch nicht aufgeführt war - 4.1

Auf Webseiten

Dieser Fehler tritt auf, wenn Einwilligungen eingeholt wurden, bevor Google Ende Juli 2020 zu der globalen Anbieterliste („Global Vendor List“) hinzugefügt wurde. Falls Sie das TCF v.2 vor dem 1. August 2020 einsetzten, kann es sein, dass einige Ihrer Nutzer in dieser Situation sind.

Wir empfehlen Ihnen daher, Nutzereinwilligungen wieder einzuholen, um sicherzugehen, dass dieser Fehler behoben wird.

Auf Mobilgeräten

Checkliste:

✅ Stellen Sie sicher, dass Sie die neueste Version unserer SDKs benutzen:
Die SDK-Version muss >= 1.21.0 auf Android und >= 1.31.0 auf iOS sein.

✅ Falls das IAB TCF v.2 auf Ihren mobilen Apps vor September aktiviert wurde, holen Sie alle Nutzereinwilligungen wieder ein, die vor dem 1. September erteilt wurden.

Die TC-Einwilligungs-String-Version ist 1 oder 1.1 (v.1.0-String)- 6.1

Stellen Sie sicher, dass Ihre SDK-Version mindestens:

Bei AMP

Stellen Sie sicher, dass Ihre Einwilligungserklärungen auf TCF v.2 aktualisiert wurden. AMP-Einwilligungswiedereinholungen können sehr langsam sein und dauern mindestens 7 Tage. 

Die AC-String-Version ist nicht 1. - 7.9

Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr GAM-Tag (gpt.js) so konfiguriert haben, dass es erst nach der Nutzereinwilligung geladen wird. Lesen Sie dazu unseren Artikel zu diesem Thema.

Brauchen Sie Hilfe?

💡 Falls Sie Hilfe brauchen, kontaktieren Sie unser Didomi-Team gerne über support@didomi.io oder über unsere Chat-Funktion in der Konsole. Wir benötigen folgende Informationen, um Ihnen bei der Fehlerbehebung behilflich sein zu können.

Fehlerbehebungen sind oft kompliziert. Deshalb bitten wir Sie um die folgenden Informationen, um uns dabei zu helfen:

  • Gab es einen Rückgang der Anzahl von Eindrücken oder der Rate personalisierter Anzeigen, die Ihren Nutzern angezeigt wurden?
  • Welche Fehler werden von GAM für das TCF v.2.0 gemeldet? Bitte schicken Sie uns den vollständigen, detaillierten Bericht.
  • Sehen Sie Unterschiede in der Anzahl der Eindrücke nach Partner (Google vs. Header-Bidding)? Plattform (Mobiles Web vs. Desktop)? Anzeigenblock?
  • Haben Sie überprüft, ob Google korrekt als TCF-Anbieter konfiguriert ist und ob Anzeigen nach der Einwilligungserteilung gezeigt werden?